Sechs Mal insolvent, jetzt Präsident: Donald Trump

Diesen Freitag schaut die ganze Welt auf Washington. Donald Trump wird dann zum 45. Präsidenten der USA vereidigt werden. Ein schillernder und streitbarer Egozentriker tritt als Geschäftsmann ab und wird Präsident der Supermacht USA.

Kontrovers sind seine selbstverliebten Tweets. Bescheidenheit gehört nicht zu seinen Tugenden, Klotzen statt Kleckern ist seine Maxime. Dass seine Karriere als Unternehmer nicht immer von Erfolg gekrönt war, zeigen die Pleiten seiner Unternehmen. Insgesamt sechs Mal gingen Trump-Firmen in die Insolvenz:

1991 ging sein Casino „The Trump Taj Mahal“ pleite.
1992 musste das 1985 gegründete „Trump Castle“ Insolvenz anmelden.
Ebenfalls im Jahr 1992 gingen die beiden Firmen „Trump Plaza and Casino“ und „Plaza Hotel“ in die Pleite.
2004 schickte er sein „Trump Hotels and Casinos Resorts“ ins Insolvenzverfahren und zuletzt, im Jahr 2009, das „Trump Entertainment Resorts“.

In Deutschland werden solche Firmenpleiten als Makel und als Inkompetenz angesehen. Hierzulande macht man sich über denjenigen her, der am Boden liegt, weil er insolvent geworden ist. Es wäre undenkbar, dass in Deutschland ein Unternehmer in der Politik Karriere macht, der mehrmals mit seinen Firmen in die Pleite gegangen ist. Eine andere Betrachtungsweise herrscht im angloamerikanischen Raum. Dort wird jemand, der nicht schon mal gegen die Wand gefahren ist, nicht als waschechter Unternehmer angesehen. In den USA macht man nicht demjengen einen Vorwurf, der am Boden liegt, sondern demjenigen, der nicht wieder aufsteht.

Das ist der Unterschied, und deswegen kann auch ein Trump Präsident werden.

2017-02-16T02:08:08+00:0016.01.2017|
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