Notfallfonds: Für Unvorhergesehenes vorsorgen

Ein persönlicher Notfallfonds hilft Ihnen dabei, beruhigt zu sein. Die Verwaltung eines Budgets kann eine Herausforderung sein, wenn man Schulden abbezahlen, alltägliche Ausgaben tätigen und für Projekte sparen muss und dabei wenig Raum für Unvorhergesehenes bleibt. Man kann das Unvorhersehbare nicht vorhersagen, aber man kann sich darauf vorbereiten. Es gibt nichts Besseres als ein kleines finanzielles Polster, um die systematische Inanspruchnahme von Krediten zu vermeiden.

Wozu dient ein Notfallfonds?

Ein persönlicher Notfallfonds, auch Notgroschen oder Sicherheitspolster genannt, soll Ihnen helfen, auf dringende und unvorhergesehene Situationen reagieren zu können.

Sie könnten diese finanzielle Reserve zum Beispiel in einer Zeit nutzen, in der Ihr Einkommen sinkt. Ein Beispiel hierfür wäre der Verlust eines Arbeitsplatzes oder ein gesundheitliches Problem, das Sie daran hindert, zu arbeiten. Das in diesem Fonds angesammelte Geld kann auch dazu dienen, unmittelbare Ausgaben zu begleichen – für die Sie schnell eine Summe aufbringen müssen, ohne Zeit oder die Möglichkeit zum Sparen zu haben.

Im Gegensatz zu jährlich geplanten Ausgaben wie der regelmäßigen Wartung Ihres Autos und dem Schulbeginn der Kinder sollte der Notfallfonds für oft unvermeidbare Situationen verwendet werden: ein kaputtes Haushaltsgerät, ein undichtes Hausdach, eine Zahnbehandlung, die nicht von Ihrer Versicherung abgedeckt wird, oder ein dringender Tierarztbesuch.

Reduzieren Sie Ihren finanziellen Stress

In einer unvorhergesehenen Situation greift man reflexartig auf verschiedene Kreditformen zurück, wo sich die hohen Zinssätze schnell anhäufen und zu neuen Schulden führen können. Der Notfallfonds hilft, möglichen finanziellen Stress zu reduzieren und zu vermeiden, dass Sie schnell in eine unerwünschte Situation geraten. Zwar gibt es auch öffentliche Notfallfonds, wie die Corona-Soforthilfe der Bundesregierung, bis es hier allerdings zur Bearbeitung und Auszahlung kommt, können Wochen oder gar Monate vergehen.

Kredite sind teuer

Auch wenn manchmal bestimmte Zahlungen aufgeschoben und Absprachen vorübergehend getroffen werden können, ist es wichtig, daran zu denken, dass dies auf lange Sicht teuer werden kann.

Wie viel sollte man sparen?

Ein Notfallfonds sollte 3 bis 6 Monate der monatlichen Fixkosten abdecken. Dazu gehören Miete oder Hypothek, Lebensmittel, Telekommunikation und finanzielle Verpflichtungen. Fragen Sie sich einfach: „Wenn mein Einkommen um die Hälfte gekürzt würde, wie viel Geld würde ich brauchen, um meine wichtigsten Ausgaben zu bezahlen?“

Ein Beispiel: Für eine Person, die normalerweise 2.000 Euro pro Monat ausgibt, wird ein Betrag von 6.000 bis 12.000 Euro veranschlagt.

Eine Spargewohnheit entwickeln

Sobald der Betrag feststeht, ist es ideal, eine Spargewohnheit zu entwickeln, indem Sie automatische Überweisungen von Ihrem Girokonto auf Ihr Sparkonto planen.

Dabei ist es wichtig, den zu überweisenden Betrag an die eigenen finanziellen Möglichkeiten und die Häufigkeit der Überweisungen anzupassen, damit das Vorhaben realistisch und langfristig bleibt.

Praktischer Tipp: Planen Sie Ihre automatische Überweisung am Zahltag, damit der Betrag direkt auf Ihr Sparkonto überwiesen werden kann. Sobald die Überweisung eingerichtet ist, wird sich das Geld ansammeln, ohne dass Sie daran denken müssen.

Wo das Geld eingezahlt wird: Ein eigenes Konto, um für Ihre Projekte zu sparen

Einer der Vorteile der Eröffnung eines speziellen Kontos, wie z. B. eines Sparbuchs, besteht darin, dass Sie jederzeit leicht darauf zugreifen können.

  • Hier sind einige Tipps, die für Sie nützlich sein könnten:
  • Eröffnen Sie ein von Ihrem Girokonto getrenntes Konto.
  • Zahlen Sie nur geringe oder keine Transaktionsgebühren für das Konto.
  • Vergewissern Sie sich, dass es keine Abhebungsgebühren gibt.

Es ist nie zu früh oder zu spät, um einen Notfallfonds einzurichten, aber je früher Sie damit beginnen, desto besser sind Sie auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet. Dies wird in Zeiten wie der aktuellen Corona-Pandemie offensichtlich.

In manchen Situationen ist es ratsam, sich Unterstützung zu holen, z. B. bei der Refinanzierung von Schulden oder um Ratschläge zur Reduzierung von Ausgaben und zur Entwicklung gesunder Spargewohnheiten zu erhalten. Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Berater.

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