Corona-Kindergeldzuschlag: Jetzt 185 € pro Kind sichern!

Eltern aufgepasst: Bis zu 185 EUR pro Kind Corona-Kinderzuschlag jetzt sichern!

Verschenken Sie in der Corona-Krise kein Geld. Das Geld wird knapp, die Ausgaben für Miete, Strom, Gas, Telefon, Internet und Lebenshaltungskosten bleiben gleich, aber das Einkommen kann durch Corona erheblich sinken.

Mit dem Notfall-KIZ der Bundesregierung können Eltern jetzt für jedes Kind bis zu 185 EUR vom Staat bekommen – zusätzlich zum Kindergeld! Der Kinderzuschlag ist eine weitere Sozialleistung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Alleinerziehende und Familien mit Kindern und kleinem Einkommen werden so unterstützt.

Bitte beachten Sie: Kindergeld ist nicht gleich Kinderzuschlag. Der Kinderzuschlag muss gesondert beantragt werden und wir nicht automatisch mit dem Kindergeld ausgezahlt.

Es macht also ein Unterschied, ob Sie 204 EUR Kindergeld bekommen, und mit einem Antrag noch zusätzlich 185 EUR Kinderzuschlag bekommen können. Liegen diese Voraussetzungen bei Ihnen vor?

Die Voraussetzungen auf einem Blick:

• Ihr Kind lebt in Ihrem Haushalt, ist unter 25 Jahre alt und nicht verheiratet beziehungsweise nicht in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.
• Sie erhalten Kindergeld (oder eine vergleichbare Leistung) für Ihr Kind.
• Das Bruttoeinkommen Ihrer Familie beträgt mindestens 900 Euro bei Paaren und 600 Euro bei Alleinerziehenden.
• Sie hätten genug Geld für den Unterhalt Ihrer Familie, wenn Sie zusätzlich zu Ihrem Einkommen Kinderzuschlag und eventuell Wohngeld erhalten würden.

Dann sollten Sie auf jeden Fall einen Antrag auf Kinderzuschlag stellen.

Wegen der Corona-Krise gibt es eine wichtige Neuregelung:
Wenn Sie aktuell wegen Corona in der Kurzarbeit sind oder gekündigt wurden, Arbeitslosengeld, oder Krankengeld erhalten. Auch wenn Sie Selbständig tätig sind, Freiberufler, Gewerbetreibender und  jetzt geringeres Einkommen haben, kann sich ein Antrag auf Kinderzuschlag für Sie lohnen und bares Geld bringen. Pro Kind können Sie bis zu 185 EUR Kinderzuschlag für 6 Monate erhalten. Wie hoch letztendlich der Kinderzuschlag ausfällt, kann pauschal nicht beantwortet werden, weil neben dem Einkommen auch die Miete und sonstige Faktoren berechnet werden müssen.

Antrag zum richtigen Zeitpunkt sichert Ihnen höheren Kindergeldzuschlag.

Gehen Sie beim Antrag bitte taktisch vor: Wegen der Corona-Krise gelten nämlich besondere Regeln.
Bis zur Corona-Krise wurden zur Ermittlung des Kinderzuschlags die letzten 6 Lohnabrechnungen als Durchschnittseinkommen berücksichtigt. Seit dem 1. April reicht es aus, nur noch die letzte Lohnabrechnung als Einkommensnachweis vorzulegen. Stellen Sie Ihren Antrag zum Beispiel jetzt im April, müsste das Einkommen für den März nachgewiesen werden. Und hier können viele jetzt einen großen Fehler machen.

Wenn Sie jetzt

  • Kurzarbeitergeld erhalten,
  • Selbstständig tätig sind und derzeit keine oder verringerte Einnahmen haben,
  • weniger Bezüge durch entfallene Überstunden haben oder
  • derzeit Arbeitslosengeld oder Krankengeld beziehen.

und Ihr Einkommen nicht für den Lebensunterhalt Ihrer Familie ausreicht, sollten Sie den Corona-Kindergeldzuschlag beantragen.

Wenn Sie erst im April in die Kurzarbeit geschickt wurden und erst für den Monat April weniger Lohn oder Gehalt erhalten, dann empfiehlt es sich, noch zu warten. Wenn Sie nämlich jetzt den Antrag aus Notfall KIZ stellen, wird automatisch Ihr März-Lohn, das vielleicht wegen Corona noch nicht gering war, für die Berechnung des Kindergeldzuschlags berücksichtigt. Für die Höhe des Kinderzuschlags kann das große Unterschiede machen! Daher mein Rat: Den Antrag erst dann stellen, wenn das Einkommen geringer geworden ist, denn so können Sie sich einen höheren Kindergeldzuschlag sichern.

Übrigens gilt diese Regelung nicht nur für Arbeitnehmer, sondern genauso für Selbständige, Freiberufler und Gewerbetreibende die jetzt wegen Corona geringeres Einkommen haben.

Hier gehts zu den Tipps für Selbständige in der Corona-Krise!

Wer schon vor der Corona-Krise Kinderzuschlag erhalten hat, kann im April und Mai einen Überprüfungsantrag stellen. Wenn Sie aktuell weniger Einkommen haben, können Sie einen Überprüfungsantrag stellen. Durch die Nebenrechnung haben Sie die Chance mehr Kinderzuschlag zu erhalten. Sie sind bei der Überprüfung davor geschützt,  weniger Kindergeldzuschlag bekommen, als bislang nach der „alten“ Berechnung. Ein Überprüfungsantrag kann keine Verschlechterung bringen, so dass Sie auf jeden Fall nicht schlechter gestellt werden. Sollte die Überprüfung jedoch zeigen, dass Sie Anspruch auf einen höheren Kindergeldzuschlag haben, erhalten Sie den höheren Betrag ausgezahlt.

Hier gehts zum Antrag Kindergeldzuschlag

Den Antrag auf Kinderzuschlag können Sie bei der Familienkasse einreichen, das auch für die Auszahlung des Kindergeldes zuständig ist.

 

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2020-04-13T21:42:01+00:0013.04.2020|
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