Regelinsolvenz
Die Schuldenbefreiung für Unternehmer und Freiberufler.

Das Regelinsolvenzverfahren für Privatpersonen ist erstmals 2001 in die Insolvenzordnung aufgenommen worden. Privatpersonen, die

  • aktuell Selbständig,
  • ehemals Selbständig mit mehr als 19 Gläubiger,
  • ehemals Selbständig mit Forderungen aus Arbeitsverhältnissen oder Verbindlichkeiten aus nicht abgeführter Lohnsteuer/ Sozialversicherungsabgaben

müssen das Regelinsolvenzverfahren beantragen. Wenn Sie zu dem obigen Personenkreis gehören, sollte das Insolvenzverfahren gut vorbereitet werden. Im Gegensatz zu einem GmbH-Geschäftsführer besteht für einen Einzelunternehmer oder Freiberufler keine gesetzliche Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen. Nutzen Sie diese Möglichkeit und bereiten Sie zunächst alles für einen späteren Insolvenzantrag vor. Anders als bei der Privatinsolvenz ist die Durchführung eines außergerichtlichen Einigungsversuches nicht erforderlich. Im Regelinsolvenzverfahren wird dieser Schritt einfach übersprungen. Nach der ordnungsgemäßen Auflistung der Gläubigerdaten kann ein Insolvenzantrag bei Gericht gestellt werden. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens beginnt die Wohlverhaltensperiode von 6 Jahren zu laufen.

Hat das Finanzamt oder die Krankenkasse einen Insolvenzantrag gestellt?

In den Fälle des sogenannte Fremdantrags ist Eile geboten. Die auch in der Regelinsolvenz für Privatpersonen mögliche Restschuldbefreiung wird nämlich nicht gewährt. Also ist es ratsam, möglichst schnell selbst einen Insolvenzantrag zu stellen.